Aconit

Acon.

Aconitum napellus

blauer Eisenhut oder Sturmhut, Ranunculaceae




Arzneimitteldossier (ca. 1,2 MB)

Herstellung und Prüfung

"Der aus dem Kraute zur Zeit der anfangenden Blüthe frisch ausgepresste ... Saft"
Hahnemanns Reine Arzneimittellehre Band I, S. 436
Teile einer aufblühenden Eisenhutpflanze aus dem Berner Oberland (Saanen-Ortsteil Gstaad), wurden dort verarbeitet.
Labor Gudjons
Homöopathisches Arzneibuch, 1. Ausgabe 1978, S.126

Zur Pflanze

"Von der Bergstufe bis in die Alpen (3000m) ist Aconitum napellus anzutreffe. Gebirgswälder von fast ganz Europa bis nach Schweden stellen sein Verbreitungsgebiet dar."
"Die Pflanze kommt vor in Gebüschen , auf Schutthalden, auf feuchtem, humosen Weiden und an Bachufern. Sie bevorzugt fetten, gut gedüngten Boden und tritt deshalb besonders gern als lästiges und giftiges Unkraut in derNähe von Sennhütten auf, wo der Dung des Viehs reichlich abgesetzt wird."
Madaus, G: Lehrbuch der Biologischen Heilmittel, Thieme, Leipzig, 1938

Mythos

"Der Name dieser Pflanze kommt von dem Namen des Hügels Aconitos in Pontos, wo Herakles den Höllenhund Zerberus aus der Unterwelt holte. Das Tier wehrte sich, verspritzte seinen Geifer und überall, wo der Geifer den Boden berührte, entstand eine solche Pflanze."
Gawlick, W.: Götter, Zauber und Arznei, Barthel & Barthel Verlag, Berg, 1994

Weitere Ranunculaceae in der Homöopathie

acon., acon-a., acon-c., acon-f., acon-l., acon-s., aconin., act-sp., adon., adonin., ane-n., ane-r., aquil., calth., cimic., clem., clem-vir., clem-vit., epip., eran., hell., hell-f., hell-o., hell-v., hepat., hydr., hydr-m., hydrin-m., hydrin-s., macrin., napin., nig-d., nig-s., puls., puls-n, ran-a., ran-b., ran-fi., ran-fl., ran-g., ran-r., ran-s., staph.
 

Anmerkung zur Familie der Ranunculaceae

Aconitum besitzt in dieser Familie eine ganz hervorstechende Giftigkeit, wobei die Plötzlichkeit der Wirkung und die schnelle Tödlichkeit bei entsprechender Dosis besonders imponieren.

An den Hahnenfußgewächsen aber läßt sich für die Homöopathie gut darstellen, daß Pflanzen aus einer botanischen Familie nicht zwangsläufig auch ähnliche Arzneimittelbilder aufweisen. So wie biologische Standorte und Blütezeiten der Ranunculaceae gänzlich voneinander verschieden sein können, sind auch die Arzneimittelbilder von  Acon, Hell., Puls, Paeon kaum miteinander zu vergleichen.
 
 




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Tel.: +49 821 4447877 - Fax: +49 821 438444 - www.gudjons.com - info@gudjons.com



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