"Von der Bergstufe bis in die Alpen (3000m) ist Aconitum napellus anzutreffe.
Gebirgswälder von fast ganz Europa bis nach Schweden stellen sein
Verbreitungsgebiet dar." "Die Pflanze kommt vor in Gebüschen , auf Schutthalden, auf
feuchtem, humosen Weiden und an Bachufern. Sie bevorzugt fetten, gut gedüngten
Boden und tritt deshalb besonders gern als lästiges und giftiges Unkraut
in derNähe von Sennhütten auf, wo der Dung des Viehs reichlich
abgesetzt wird."
Madaus, G: Lehrbuch der Biologischen Heilmittel, Thieme, Leipzig, 1938
Mythos
"Der Name dieser Pflanze kommt von dem Namen des Hügels Aconitos
in Pontos, wo Herakles den Höllenhund Zerberus aus der Unterwelt holte.
Das Tier wehrte sich, verspritzte seinen Geifer und überall, wo der
Geifer den Boden berührte, entstand eine solche Pflanze."
Aconitum besitzt in dieser Familie eine ganz hervorstechende Giftigkeit,
wobei die Plötzlichkeit der Wirkung und die schnelle Tödlichkeit
bei entsprechender Dosis besonders imponieren.
An den Hahnenfußgewächsen aber läßt sich für
die Homöopathie gut darstellen, daß Pflanzen aus einer
botanischen Familie nicht zwangsläufig auch ähnliche Arzneimittelbilder
aufweisen. So wie biologische Standorte und Blütezeiten der Ranunculaceae
gänzlich voneinander verschieden sein können, sind auch die Arzneimittelbilder
von Acon, Hell., Puls, Paeon kaum miteinander zu vergleichen.