Aesculus hippocastanum

Aesc.

Roßkastanie, Pferdekastanie:



Arzneimitteldossier (ca. 1,2 MB)

Familie der Roßkastaniengewächse - Hippocastanaceae



Prüfungen:

Helbig 1844, Buchmann 1859, s.a. Quellen bei Allen (Enc.)


Giftberatung Mainz


Auch genannt: Pferdekastanie.
Familie: Hippocastanaceae, Rosskastaniengewächse.

Vorkommen: häufig, als Alleebaum, in öffentlichen Anlagen.
Aussehen: Baum, weiß oder gelbrot blühend.
Früchte: Kastanie : stachelige, grüne Kapsel mit braunem Samen.

Wirksubstanz: Glycoside bes. Aesculin, Saponine bes. Aescin, Gerbstoffe, Harze, fettes Öl.

Gefährdung durch: Frucht.
Hauptsächlich verspeist: Frucht.
Zeitraum (meist): September - November

Bewertung: Keine-mäßige Gefährdung

Symptome:

Es können Magen-Darm-Beschwerden auftreten, in der Literatur sind aber bei größeren Mengen auch unklare resorptive Vergiftungssymptome wie Muskelschwäche, Mydriasis und Bewußtseinseintrübung beschrieben.

Therapie:
Häusliche Maßnahmen: Kohleaufschwemmung trinken lassen. Bei mehr als einer Frucht:

Ärztliche Maßnahmen:
Ipecacuanha, nach Erbrechen: Kohle, Überwachung. Im Einzelfall immer Rücksprache!

Rückfragen im akuten Vergiftungsfall: 06131-232466 oder 06131-19240 (24 Stunden).


www.Apo-Online.de

Aesculus

Der Kastanienbaum ist in den Balkanländern, im Kaukasus, in Kleinasien und im Himalaya beheimatet. Erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gelangte er aus Nordgriechenland zu uns. Die Verwendungsmöglichkeiten von Rinde, Blüte, Samen und Blättern sind beträchtlich. Schon von Anfang an dienten die Samen als Mastfutter, Stärkelieferant und zur winterlichen Wildfütterung.
Über den Namen des Baumes schreibt Tabernaemontanus: "Werden Roßkastanien genennet, dieweil sie den keichenden Roßen behulfflich seyn." Kastanien wurden als Kaffeersatz verwendet, man behandelte sie genauso wie die Eicheln. Aus Kastanienmehl stellt man Leim, Wasch- und Haarpflegemittel her. Der Inhaltsstoff Aescin absorbiert ultraviolette Strahlen; er wird daher für Sonnenschutzmittel verwendet. Angeregt durch die volksmedizinische Verwendung aller Pflanzenteile, untersuchte ein französischer Arzt die Wirkung der aus Samen gewonnenen Tinktur. 1896 konnte er über die erfolgreiche Behandlung von Hämorrhoiden berichten. Heute liefert die Roßkastanie eines unserer wichtigsten Venenheilmittel.
Verwendete Pflanzenteile
Roßkastaniensamen - Semen Hippocastani.

Inhaltsstoffe
Komplexes Gemisch aus Saponinen: der leicht kristallisierende Teil wird als Beta-Aescin bezeichnet, das wiederum ein Gemisch mehrerer Glykoside darstellt; flavonoide Glykoside; Catechingerbstoffe.

Verwendete Pflanzenteile
Roßkastaniensamen - Semen Hippocastani.

Inhaltsstoffe
Komplexes Gemisch aus Saponinen: der leicht kristallisierende Teil wird als Beta-Aescin bezeichnet, das wiederum ein Gemisch mehrerer Glykoside darstellt; flavonoide Glykoside; Catechingerbstoffe.

Eigenschaften
Steigerung der Blutumlaufgeschwindigkeit und des venösen Rückflusses; strafft erweiterte und erschlaffte Venen; bekämpft Wasserstauungen; entzündungswidrig (Aescin); krampflösend; antibiotisch.

Anwendungsgebiete
Venöse Stauungen (Krampfadern, Hämorrhoiden, Unterschenkelgeschwüre, Venenentzündungen); nächtliche Wadenkrämpfe; Ödeme.

Nebenwirkungen
Keine bei therapeutischer Dosierung.
 
 


 





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