Gefährdung durch: Frucht.
Hauptsächlich verspeist: Frucht.
Zeitraum (meist): September - November
Bewertung: Keine-mäßige Gefährdung
Symptome:
Es können Magen-Darm-Beschwerden auftreten, in der Literatur sind
aber bei größeren Mengen auch unklare resorptive Vergiftungssymptome
wie Muskelschwäche, Mydriasis und Bewußtseinseintrübung
beschrieben.
Therapie: Häusliche Maßnahmen: Kohleaufschwemmung trinken lassen.
Bei mehr als einer Frucht:
Ärztliche Maßnahmen:
Ipecacuanha, nach Erbrechen: Kohle, Überwachung. Im Einzelfall
immer Rücksprache!
Rückfragen im akuten Vergiftungsfall: 06131-232466
oder 06131-19240 (24 Stunden).
www.Apo-Online.de
Aesculus
Der Kastanienbaum ist in den Balkanländern, im
Kaukasus, in Kleinasien und im Himalaya beheimatet. Erst in der zweiten
Hälfte des 16. Jahrhunderts gelangte er aus Nordgriechenland zu uns.
Die Verwendungsmöglichkeiten von Rinde, Blüte, Samen und Blättern
sind beträchtlich. Schon von Anfang an dienten die Samen als Mastfutter,
Stärkelieferant und zur winterlichen Wildfütterung.
Über den Namen des Baumes schreibt Tabernaemontanus:
"Werden Roßkastanien genennet, dieweil sie den keichenden Roßen
behulfflich seyn." Kastanien wurden als Kaffeersatz verwendet, man behandelte
sie genauso wie die Eicheln. Aus Kastanienmehl stellt man Leim, Wasch-
und Haarpflegemittel her. Der Inhaltsstoff Aescin absorbiert ultraviolette
Strahlen; er wird daher für Sonnenschutzmittel verwendet. Angeregt
durch die volksmedizinische Verwendung aller Pflanzenteile, untersuchte
ein französischer Arzt die Wirkung der aus Samen gewonnenen Tinktur.
1896 konnte er über die erfolgreiche Behandlung von Hämorrhoiden
berichten. Heute liefert die Roßkastanie eines unserer wichtigsten
Venenheilmittel.
Verwendete Pflanzenteile Roßkastaniensamen - Semen Hippocastani.
Inhaltsstoffe Komplexes Gemisch aus Saponinen: der leicht kristallisierende
Teil wird als Beta-Aescin bezeichnet, das wiederum ein Gemisch mehrerer
Glykoside darstellt; flavonoide Glykoside; Catechingerbstoffe.
Inhaltsstoffe Komplexes Gemisch aus Saponinen: der leicht kristallisierende
Teil wird als Beta-Aescin bezeichnet, das wiederum ein Gemisch mehrerer
Glykoside darstellt; flavonoide Glykoside; Catechingerbstoffe.
Eigenschaften Steigerung der Blutumlaufgeschwindigkeit und des
venösen Rückflusses; strafft erweiterte und erschlaffte Venen;
bekämpft Wasserstauungen; entzündungswidrig (Aescin); krampflösend;
antibiotisch.