Cuprum metallicum

Cupr.

Metallisches Kupfer


Hahnemann
Vorkommen
Der Werkstoff
Geschichte des Kupfers
Mythologie, Aberglauben
Medizin und Vergiftungen
Homöopathische Thesen

"Ein Stück reines Kupfer-Metall wird auf einem harten, feinen Abzieh-Steine unter destillirtem Wasser in einem porzelänenen Napfe gerieben und das feine zu Boden sinkende Pulver getrocknet ..."

Hahnemann "Die chronischen Krankheiten", Band III, S. 212


Cuprum wie Zincum wurden von Hahnemann sehr ausführlich geprüft und in die Homöopathie eingeführt. Cuprum gehörte zu den Standardmitteln in der Behandlung der Cholera; nachdem Hahnemann sich von Campher abgewendet hatte, war Cupr. das erfolgreichste Mittel während der Choleraepidemie 1861.

Vorkommen

fast immer in Verbindung mit Schwefel aber auch vielen anderen Elementen, selten metallisch, nachdem die Erzpartner ausgewaschen wurden.

Der Werkstoff


Kupfer und Gold sind die einzigen metallischen Elemente, die farbig sind.

Sie kennen die Farbe von Kupfer von neuen Dachrinnen und Sie kennen auch die typische Patina von Kupfer an alten verwitterten Kirchendächern: Während Gold seine Farbe behält, bildet Kupfer mit den in der Luft oder im Wasser enthaltenen Liganden Schwefel, Chlor oder anderen eine Patina, welche das Kupfer vor weiterer Korrosion schützt: . Kupferwasserleitungen hinterlassen deswegen so kupferarmes Wasser, weil die Patina das Kupfer abdeckt. Der Gebrauchswert steigt also mit Verlust des Glanzes.

Kupfer ist neben Silber der beste Elektroleiter, auch die Wärmeleitung ist enorm.

In der Verbindung mit unterschiedlichen Anteilen an Zinn oder Zink entstehen die Kupferlegierungen, die als Bronzen oder als Messing, Härte und Schönheit wiedergeben, an denen es dem cruden Kupfer nach kurzer Exposition an der Außenluft fehlt.

Geschichte des Kupfer:

Am Gebrauchsmetall Kupfer läßt sich die komplette metallurgische Entwicklung der Menschheit betrachten.
Zunächst ist Kupfer das erste durch den Menschen überhaupt gebrauchte Metall. Gediegene Kupferstücke wurden ca. um 10000 v. Chr mechanisch bearbeitet. Einige tausend Jahre später erfolgte die Veredelung und Umformung mit Hitze, bald wurde die Erzgewinnung entwickelt, schließlich entstanden Legierungen, die heute in Kupferplatinen den Anschluß an das Informationszeitalter nicht verpaßt haben.
 

Mythologie, Aberglauben


Klassische Metalle wurden in allen Kulturen bestimmten Symbolen oder Göttern zugeordnet. Kupfer gehört zu Venus oder Aphrodite: Die Gier nach Schönheit und Harmonie, aber auch Erleben und Abenteuer. (Gawlik, W.: Götter Zauber und Arznei, Barthel-Verlag, Berg, 1997)

Aus dem Altertum übernahm das Mittelalter den Glauben, Kupfer löse jeden Aberglauben, u.a. schützt es Vieh und Milch vor bösen Hexen (Cooper, Lexikon des deutschen Aberglaubens,). Als Heilmittel gegen Blutungen und Geschwüre wurden schon vor Hahnemanns Zeiten Kupferplatten um den Hals gehängt gegen Cholera eingesetzt.
 

Medizinischer Gebrauch und Vergiftungen

Gynäkologische Spiralen enthalten als Wirkstoff einen Kupferdraht, der die Einnistung der befruchteten Eizelle verhindern soll.

Metallisches Kupfer ist - wie die meisten Metalle- ungiftig, einen Pfennig können Sie verschlucken, er sollte nur nicht ewig an der selben Stelle liegen, weil die Korrosion langsam das umliegende Gewebe angreift. Kupfer-, Zinn- und Zinkdämpfe verursachen nach Inhalation das berühmte Zinngießerfieber: Zunächst süßliche Geschmacksentwicklung, Augenbrennen, Trockenheitsgefühl auf den Schleimhaut danach Kopfschmerzen Abgeschlagenheit, und Fieber, ganz untypisch für Vergiftungen, später katarrhalische Zustände, insgesamt ein typisches Grippegefühl, welches nach ein bis zwei Tagen abklingt.

Kupfersulfat war ein gängiges Emeticum, das relativ prompt zu Erbrechen führt, allerdings den Patienten auch schnell umbringt, sofern er darauf er nicht sogleich erbrechen sollte: Kupfersalze sind auf Schleimhäuten stark ätzend, sie beschleunigen ihre eigene Resorption und wirken sowohl lokal korrosiv und sind dann schnell auch systemisch toxisch durch Kapillarstörung und Enzymblockaden. Nach Resorption wirkt Kupfer zentralnervös krampfauslösend, wobei typischerweise die Symptome der Verkrampfung und der Begleiterscheinungen wie Erbrechen und Spastik gleichzeitig auftreten, um nach einem Intervall der Erschlaffung von neuem zu erscheinen.
 

Homöopathische Thesen

Kupfer ist in der Homöopathie das Mittel der Krämpfe und Konvulsionen

Betroffene Organe sind Gehirn, Magen, Lunge, Muskeln und die emotionale Sphäre.
 

Spastischer Husten

Asthma

Muskelkrämpfe

körperliche und emotionale Unterdrückung

anfallsweise Beschwerden

Emotionale Anspannung

Modalitäten

Versuch eines Bildes

Menschen, die Cuprum benötigen, reagieren auf Anforderungen mit gesteigerter Leistung, körperlicher Fitness, mit Kraft und Anspannung. Sie legen Wert auf das Einhalten von rigiden Regeln. Kontrolle. Entsprechend angespannt, verspannt und verkrampft sind sie auch körperlich.

Emotionen, oder körperlicher Ausdruck werden dagegen stark unterdrückt. Unterdrückungen rufen auf der körperlichen Ebene entsprechend krampfartige verspannte und spastische Reaktionen hervor. Die heftigen Beschwerden neigen dazu in Gruppen aufzutreten, plötzlich zu kommen und plötzlich zu verschwinden.
 



Informationen zur Systematik und Arzneimittelprüfungen



Homöopathisches Labor Gudjons - Höfatsweg 21 - D-86391 Stadtbergen-Deuringen
Tel.: +49 821 4447877 - Fax: +49 821 438444 - www.gudjons.com - info@gudjons.com



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