Hahnemann CK IV s. 69"Lycopodii pollen, Bärlapp - Staub.
Dieses gilbliche, glatt anzufühlende, staubähnliche Pulver
(Stiebe-, oder Streu- Pulver, oder Hexen-Mehl genannt)
wird in Russlands Wäldern und in Finland aus den Kolben-Aehren
des Bärlapp-Kolbenmooses (Lycopodium clavatum), nach Dörren und
Ausklopfen der Kolben desselben, zu Ende des Sommers gewonnen.
Ausser dass es, in eine Lichtflamme gestreut, ein Blitzfeuer erzeugt, diente es bisher zum Bestreuen leicht an einander klebender Pillen und faltiger, wunder Stellen des Körpers, um das schmerzhafte aneinander Reiben derselben zu verhindern. Es schwimmt auf den Flüssigkeiten, ohne sich darin aufzulösen, ist ohne Geschmack und Geruch und in gewöhnlich rohen Zustande fast ohne arzneiliche Wirkung auf das menschliche Befinden, wenigstens ist das von den Alten davon Erzählte von den Neuen nicht bestätigt, vielmehr bezweifelt worden.
Wenn aber dieser Bärlapp-Staub auf die Art, wie die homöopathische
Kunst die rohen Naturstoffe aufschliesst, nach obiger Anleitung zur Bereitung
der antipsorischen Arzeneien, behandelt wird, so entsteht eine wundervoll
kräftige Arznei in ihren dreissig verschiedenen Dynamisationsgraden."
aus:
http://www.mikuttasfx.de/Lycopod.htm"Lycopodium clavatum, der Bärlapp, Keulen- oder Kolbenbärlapp (Fam. nat. Lycopodiaceae), auch als Schlangenmoos bezeichnet, wächst auf allen 5 Kontinenten in Wäldern. Verwendet werden die reifen Sporen, die infolge ihrer Kleinheit sich sehr schwer verreiben lassen. Jedoch ist die arzneiliche Aufschließung von der sorgfältig durchgeführten Verreibung abhängig.
Mezger: Gesichtete Homööpathische Arzneimittellehre, Haug, Ulm 1961
Bärlappsporenmehl wurde aufgrund seiner feinen Konsistenz und
seiner geringen physikalischen Dichte ( ca 0,4 gr./ccm) vorwiegend als
Gleit- und Trennmittel eingesetzt. Aber auch bei der Erkundung von Fließgewässern
wurde Lycopodium auf die Wasseroberfläche gestreut. Selbst als Wundpuder
fand es Verwendung. ... In der Feuerwerkerei spielte Lycopodium immer eine
untergeordnete Rolle. Durch den Wandel der Pyrotechnik, weg von der reinen
Feuerwerkerei hin zu den Spezial Effekten gewann hier Lycopodium eine neue
Bedeutung. Lycopodium wird vorwiegend für die Darstellung von Feuerbällen,
Flammensäulen und Stichflammen benötigt. .... Im Vergleich zur
beim Abbrand freigesetzten Energie und Temperatur ist das Flammenbild fast
nicht zu übertreffen. ...Lycopodium , das in der Luft verwirbelt wird
benötigt eine sehr geringe Zündenergie (Glühfaden, Funken
oder kleine Flamme) und entwickelt beim Abbrand verhältnismäßig
wenig Rauch. Der Einsatz des Lycopodium ist denkbar einfach, so muß
Bärlappsporenmehl lediglich aufgewirbelt werden um mit dem Luftsauerstoff
in brennbares Gemisch zu erzeugen. Zum Verwirbeln kann man sich einfachster
Hilfsmittel bedienen. ... Auch zum Feuerspucken eignet sich Lycopodium,
wenngleich ernste Bedenken gegen das Feuerspucken bestehen ist Lycopodium
doch anderen Produkten z.B. Mineralölerzeugnissen vorzuziehen. ...
Zitat aus:
http://www.mikuttasfx.de/Lycopod.htm