Fragen & Antworten

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Antworten auf Fragen zur Homöopathie

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Was ist Homöopathie? - Eine Betrachtung für Laien

Homöopathie betrachtet Krankheit als Ausdruck gestörter oder geschwächter Lebenskraft. Als Folge defekter Selbstregulation entstehen die sichtbaren, spürbaren und messbaren krankhaften Befunde, aber auch subjektive Veränderungen des seelischen oder geistigen Wohlbefindens. Die Schulmedizin (universitäre Medizin?) reduziert Krankheit ausschließlich auf die typische Kombination krankhafter Organbefunde und lässt individuelle Krankheitsphänomene unberücksichtigt. Dadurch beschränkt sie sich selbst in ihrer Sichtweise. Homöopathie hingegen erweitert den Blickwinkel und nutzt objektive Befunde ebenso wie subjektive Störungen des Befindens. Jede Therapie sollte in erster Linie die Ursachen von Krankheit beheben! Wenn sich Ursachen zunächst im Bereich der Lebenskraft, also energetisch bemerkbar machen, dann muss sich ursächliche Behandlung auch im Feld der Energie stärkend auswirken. Genau dies können homöopathische Arzneien! Ausgangssubstanzen stammen aus der belebten (Tiere, Pflanzen) und unbelebten (Minerale, Salze) Natur oder werden aus Krankheitsprodukten (Nosoden) gewonnen. Das von Hahnemann beschriebene Herstellungsverfahren des Potenzierens bringt die spezifische heilende „Information“ zur Entfaltung, die in den Ausgangssubstanzen verborgen vorliegt. Die Auswahl einer passenden homöopathischen Arznei erfolgt nach der Ähnlichkeitsregel: ein Mittel wird dann eine Krankheit heilen, wenn ihr „Mittelbild“ genau zum „Symptombild“ des Patienten passt. Das Arzneimittel – Bild setzt sich zusammen aus den Symptomen, die in einer Prüfung der Arznei an gesunden Menschen (also ohne Tierversuche) ausgelöst wurden sowie aus toxikologischen und klinischen Erfahrungen. Im ausführlichen Gespräch (Anamnese) tragen Homöopathen mit ihren Patienten alle individuell bedeutsamen Symptome und Zeichen einer Krankheit zusammen und suchen anschließend diejenige Arznei, deren Arzneimittel – Bild in größtmöglicher Ähnlichkeit zum Symptomen – Mosaik des Patienten passt. Eine homöopathische Behandlung wird dann erfolgreich sein, wenn die Auswahl der Arznei richtig ist. Aber auch das Mittel selbst muss korrekt hergestellt sein, damit sich seine heilende Wirkung im Patienten voll entfalten kann. Der Name Gudjons steht für jahrzehntelange Erfahrung und größtmögliche Sorgfalt in der Herstellung homöopathischer Einzelmittel.

Autor: Dr. med Ulf Riker

Was ist Homöopathie? - Eine Betrachtung für Patienten

Homöopathie kann in akuten und chronischen Krankheiten zum Einsatz kommen. Zentrale Bedeutung hat in jedem Fall, dass Patienten zusammen mit ihren Homöopathen das Symptom – Bild der Krankheit möglichst präzise und vollständig aufnehmen. Nur dann lässt sich in größtmöglicher Ähnlichkeit eine passende homöopathische Arznei auswählen. Dies gilt im Übrigen auch dann, wenn Sie eigene „Gehversuche“ unternehmen möchten und in Einzelfällen für sich selbst ein geeignetes Mittel suchen. Patienten können sich auf die Mittelfindung vorbereiten: beobachten Sie Ihre Krankheitssymptome möglichst genau und stellen Sie fest, wo die Beschwerden genau auftreten, wie Sie Ihre Symptome empfinden, was Sie spontan tun oder lassen können, um die Symptomatik positiv oder negativ zu beeinflussen, überlegen Sie, ob Ihre aktuelle Krankheit einen plausiblen Grund hat, und denken Sie auch daran, dass eventuell andere Erscheinungen auf körperlicher oder seelischer Ebene Ihre Haupt – Beschwerde begleiten oder komplizieren können. Homöopathen nennen diese Aspekte Ihres Krankheitsbildes auch ein (möglichst!) „vollständiges Symptom“. Bei chronischen Krankheiten spielen konstitutionelle Merkmale eine zusätzliche große Rolle: dazu gehören die Art Ihrer Temperaturregulation ebenso wie Unverträglichkeiten von bestimmten Nahrungsmitteln, die Schlafqualität ebenso wie bei Frauen die hormonelle Regulation, Anfälligkeiten in bestimmten Organbereichen ebenso wie bleibende Folgen zurückliegender Erkrankungen. Nicht zuletzt wird eine entscheidende Rolle spielen, wie Sie emotional und geistig auf eine Krankheit reagieren, welche Strategie Sie also wählen, um der Herausforderung einer Krankheit zu begegnen. Einführende Literatur (siehe Hinweise) kann bei der Vorbereitung auf eine konsequente homöopathische Behandlung helfen. Aber auch während einer Behandlung ist sorgfältige Selbstbeobachtung wichtig: was wird besser? Was bleibt unverändert oder wird sogar schlimmer? Und was kommt womöglich neu hinzu? Melden Sie regelmäßig und in Absprache mit Ihrem Homöopathen, was sich tut! Nur so wird Ihre homöopathische Therapie sicher und erfolgreich sein. Und noch etwas ist wichtig: gehen Sie achtsam mit Ihren homöopathischen Arzneien um! Lassen Sie Ihre Mittel nicht offen herumstehen, schützen Sie den hochwirksamen Inhalt vor physikalischen oder chemischen Einflüssen, die sich negativ auf die Qualität der Arznei auswirken könnte! Denken Sie daran: es kommt nicht auf die Größe und Zahl der Globuli oder Tropfen an, die Sie einnehmen, sondern darauf, dass die Arznei richtig hergestellt und für Sie ausgewählt wurde!

Autor: Dr. med Ulf Riker

Was ist Homöopathie? - Eine Betrachtung für Therapeuten

Homöopathie ist eine hochwirksame Heilmethode und ein Geschenk für Ärzte und Therapeuten, die ihre Patienten umfassend und individuell behandeln möchten! Hervorragende Aus- und Weiterbildung, kollegialer fachlicher Austausch und Supervision auf der einen und hochwertige homöopathische Arzneien auf der anderen Seite sichern das Vermächtnis Hahnemanns und tragen zu seiner erfolgreichen Anwendung in der Praxis bei. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich streng auf die Art und Weise beschränkt, in der Hahnemann und seine unmittelbaren Schüler die Homöopathie zur Anwendung brachten, oder ob man sich auch auf J.T. Kent und seine Art der Repertorisation verlässt, oder ob man sich gar neueren „Schulen“ der Homöopathie öffnet, deren Vertreter sich auf Hahnemann stützen und berufen. Bedeutsam ist die möglichst umfassende und tiefe Wahrnehmung der Auswirkungen gestörter oder geschwächter Lebenskraft! Dabei darf es durchaus von der Neigung oder Fähigkeit des Therapeuten abhängig bleiben, detaillierte oder generalisierte Symptome im Vordergrund einer Krankheit wahr zu nehmen oder tiefer liegende Ebenen der Ähnlichkeit zusätzlich zu berücksichtigen. Voraussetzung für eine sichere und erfolgreiche Anwendung der Homöopathie ist die genaue Kenntnis darüber, was geheilt werden soll (Diagnostik!) und was auch tatsächlich homöopathisch geheilt werden kann. Homöopathie ist als Heilmethode eingebettet in ein Erkenntnis – Umfeld, das sich dem Wissen der modernen Medizin nicht verschließt, aber oft deren engen Rahmen sprengt. Und Homöopathie ist angewiesen auf eine möglichst breite Palette gut geprüfter, aber auch neuerer homöopathischer Arzneien, auf deren sorgfältige Herstellung sich die Behandler verlassen können. Ob Q- oder C – Potenzen: Gudjons bürgt für gleichbleibend hohe Qualität und Wirksamkeit der hergestellten Einzelmittel, denn auch hier gilt Hahnemanns Forderung: macht’s nach, aber macht’s genau nach! Hierauf gründet sich auch das Vertrauen zahlreicher Behandler im In-und Ausland, die in der Nachfolge Hahnemanns und mit Arzneien von Gudjons ihre Heilerfolge erzielen.

Autor: Dr. med Ulf Riker

Was muss ich bei der Einnahme von homöopathischen Arzneien beachten?

Wichtig hierbei ist, dass Sie sich mit ihrem Therapeuten absprechen. Allgemein störend für eine homöopathische Behandlung sind übermäßig scharfe Gerüche, wie bei Erkältungsbädern oder Einreibungen mit ätherischen Ölen. Der größte Störfaktor allerdings ist die unabgesprochene Einnahme anderer homöopathischer Arzneimittel.

Autor: Dr. Jörg Haberstock

Wirken die homöopathischen Arzneien, auch wenn ich andere Medikamente einnehme?

Ja, unter therapeutischer Aufsicht können konventionelle und homöopathische Arzneimittel parallel genommen werden. Oft ist ja das Therapieziel, von schulmedizinischen Medikamenten unabhängig zu werden, oft kann man aber solche Medikamente nicht einfach von heute auf morgen absetzen.

Autor: Dr. Jörg Haberstock

Bei homöopathischen Mitteln wird der Wirkstoff stark verdünnt, wirken Sie trotzdem?

Arzneien wirken trotz oder gerade in hohen Potenzen auch bei schweren oder chronischen Erkrankungen in der Praxis oft sehr beeindruckend. Gerade die chronischen Krankheiten, etwa Neurodermitis oder Asthma, sind eine Domäne der ärztlichen Homöopathie. Es geht also nicht direkt um die Frage nach der Menge an Materie, sondern um den Effekt der Information.

Autor: Dr. Jörg Haberstock

Muss der Patient an die Homöopathie glauben, damit sie hilft? Ist die Wirkung ein Placebo-Effekt?

Gute Homöopathie ist definitiv mehr als nur Placeboeffekt. Ein Beispiel: Es kommt vor, dass nicht im ersten Schritt genau die passende homöopathische Arznei gefunden wird – dann passiert nichts in Richtung Heilung. Verordnet man im zweiten oder dritten Anlauf das passende Mittel, setzt Heilung ein. Der Placebo-Effekt hätte aber schon beim ersten Mittel Wirkung zeigen müssen. Heutige Patienten sind kritisch, oft skeptisch, gut informiert und sie vertrauen nicht blauäugig der Alternativmedizin. Mit den Patienten wird genau besprochen, wie sie Placeboeffekt und Arzneiwirkung unterscheiden können. Ein Placeboeffekt hält zum Beispiel nur relativ kurz vor im Gegensatz zu einer Arzneiwirkung. Das Ziel der Homöopathie ist eine individuell passende maßgeschneiderte Therapie und die kann auch aus Schulmedizin plus Homöopathie oder aber rein homöopathisch sein. Dazu braucht der Therapeut Zeit für seine Patienten und ein gutes Verständnis für Ihre Beschwerden und Lebenszusammenhänge. Als Nebeneffekt fühlen sie sich besonders gut aufgehoben und müssen sich nicht vor invasiven oder nebenwirkungsreichen Therapien fürchten, alles Vorzüge in der homöopathischen Praxis. Aber: Der Placebo-Effekt ist übrigens Bestandteil jeder ärztlichen Intervention, sagt der Arbeitskreis „Placebo in der Medizin“ der Bundesärztekammer.

Autor: Dr. Jörg Haberstock

Homöopathie gilt als sanfte Medizin. Hat Homöopathie auch Nebenwirkungen?

In der Homöopathie gibt es außer anfangs vielleicht einer Verschlimmerung vorhandener Beschwerden keine unerwünschte Nebenwirkungen.

Autor: Dr. Jörg Haberstock

Ist Homöopathie in jedem Fall harmlos?

Nicht in jedem Fall. Eine längere Einnahme homöopathischer Arzneien kann deutliche Beschwerden verursachen. Eine Selbstbehandlung chronischer Krankheiten ohne erfahrenen Arzt oder Therapeuten ist sogar gefährlich.

Autor: Dr. Jörg Haberstock

Warum zahlen manche gesetzliche Krankenkassen für Homöopathie?

Da gibt es verschiedene Gründe: Aus der Versorgungsforschung wissen die Kassen, dass die ärztliche Homöopathie eine kosteneffektive und sinnvolle Heilweise ist. Sie wissen aber auch, dass homöopathische Patienten ideale Mitglieder sind, weil sie aufgeklärt sind und gesundheitsbewusst leben. Deshalb erstatten rund 80 Kassen die ärztlich-homöopathische Behandlung. Zumindest zum Teil.

Autor: Dr. Jörg Haberstock

Ist es zu verantworten, Homöopathie bei schweren, lebensbedrohlichen Erkrankungen einzusetzen, zum Beispiel Krebs?

Ja ist es, das hängt natürlich extrem von der Erfahrung des Therapeuten ab. Sehr gut kann man die konventionelle Krebstherapie mit Homöopathie begleiten und dadurch Nebenwirkungen abfangen. Heilsversprechen durch Homöopathie bei Krebserkrankungen kann und sollte man allerdings nicht geben.

Autor: Dr. Jörg Haberstock