Verreibeseminare

Verreibeseminare

Verreiben von Substanzen

Seit 1989 veranstalten wir immer wieder Seminare zur Verreibung von Substanzen. Schon beim Triturieren der ersten Arzneien für unseren Arzneischatz hatten wir außergewöhnliche Erlebnisse und es war unser Wunsch, Therapeuten, die mit homöopathischen Arzneien umgehen, daran teilhaben zu lassen.

Unerwartete Ergebnisse der letzten Verreibungen, haben innerhalb unseres Teams zu einer Pro & Kontra Diskussion geführt, wir haben uns gefragt: warum machen wir das eigentlich? Hat es einen Sinn, oder ist es eine Art von Zeitverschwendung?

Der erste Grund ist, daß Hahnemanns Herstellungsmethode von Arzneien wieder belebt wird. Ein Therapeut kann die Technik kennen lernen, die am Ende zu den kleinen Kügelchen führt. Er bekommt einen unmittelbaren Bezug zu den dynamischen Kräften, die aus ein paar Blättern eine stark wirksame Arznei machen. Er lernt den Weg kennen, der zwischen einem Gänseblümchen und einer Bellis C200 liegt. Die Arznei erhält so eine andere Wertschätzung.

Ein lebendiger Bezug zu einen Mittel entsteht, wenn man es selbst aus seiner natürlichen Umgebung erntet: Wo wächst es, welche Energie belebt den Standort, wann blüht es, wie sieht es aus, ist es giftig, ….. wo findet man ein Mineral, was sind seine chemischen und physikalischen Eigenschaften? …bildet es Kristalle oder gar Berge, welches sind seine Bedeutungen und Verwendungen in der Welt der Menschen?
Wenn man sich auf das Wesenhafte der Arznei einläßt, kann sie in einer tieferen Dimension erlebt werden, da, wo Hahnemann sagt, man subtilisiere die Materie mehr und mehr… und befreie das Geistige der Substanz. Ein Dialog zwischen Verreiber und Substanz kann stattfinden, eine Begegnung in der mythologischen Ebene oder der Welt der Bildekräfte und archetypischen Bilder.

Ein anderer Grund ist, sie im Sinne einer Arzneiprüfung am Gesunden zu betrachten. Man erlebt Symptome life, wenn man in sich hinein horcht und auf alle Veränderungen und Zeichen auf der Körper-, Seele- und Geistesebene achtet.

Man kann eine Verreibung sogar als eine besondere Form der Meditation vornehmen und sich dabei entspannen.

Oder man lernt etwas über die Arznei, wie in einer eigenen Materia Medica.
Wenn man alle Aspekte zusammen betrachtet, entsteht ein mehr dimensionales Bild des Stoffes, das durch rationales Lernen allein nicht zu erreichen ist.

Und letztlich kann sich jeder Therapeut seine Arznei in einem Notfall selber herstellen, wenn er es einmal gelernt hat.

Was fällt Ihnen noch ein dazu? Schreiben Sie es uns oder kommen Sie einfach mal dazu, wenn wir wieder eine Verreibung machen!

Berichte über Verreibungen