Absinthium

Absinthium · Absinth

Artemisia Absinthium

Prüfung: GATCHELL (U. S. Med. a. Surg. J. V: 293)

„Herkunft des Mittels


Artemisia Absinthium, Wermut (Fam. nat. Compositae), in Europa und allen Teilen der nördlichen Halbkugel verbreitet. Die Arznei wird aus frischen jungen Blättern und Blüten hergestellt.

Toxikologie


Die Hauptwirkstoffe sind die Bitterstoffe Absinthin und Anabsinthin und ein aetherisches Öl, Oleum Absinthii, das in allen Teilen der Pflanze reichlich gefunden wird. Oleum Absinthii enthält als wichtigsten Bestandteil Thujon, daneben Thujol, außerdem die Terpene Pinen, Cadinen, Phellandren sowie Azulen. „Oleum Absinthii ist ein Gehirngift, das nicht nur, wohl vorwiegend durch Thujon und Phelandren, Krämpfe hervorruft, sondern auch schwere Degenerationserscheinungen am Zentralnervensystem hervorrufen kann. Im Tierversuch rufen kleine Dosen von Oleum Absinthii leichte Muskelzuckungen, größere Gaben heftige klonische (epileptiforme) Zuckungen hervor“ (GESSNER/ORZ. Gift- und Arzneipflanzen, 3. Aufl., S. 258). Die Verwendung in der Homöopathie geht zurück auf einen bei einer einzigen Frau angestellten Arzneiversuch GATCHELLS (U. S. Med. a. Surg. J. V: 293) und auf die bekannten Vergiftungserscheinungen mit Absinth, einem in der Schweiz hergestellten und verwendeten Getränk, welches ein Destillat aus Wermut darstellt und im Gegensatz zu Wermutwein reichlich Oleum Absinthii enthält und dessen Verkauf wegen seiner Giftigkeit verboten ist.“

Mezger: Gesichtete Homöopathische Arzneimittellehre, Haug, Ulm 1961

Siehe auch:
http://www.botanical.com/botanical/mgmh/w/wormwo37.html

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