Asterias rubens

Asterias rubens · Aster.

Gemeiner Seestern, seastar

Der gemeine Seestern besticht durch die aussergewöhnliche Form und Farbe, welche uns an eine Himmelsgeschöpf denken lassen, das direkt vom Firmament auf den Boden der unergründlichen Meere fallen durfte: So ward die Sternschnuppe zum Seestern.

Dort fürchten sich Muscheln vor dem geschickten Jäger: Der Stern stülpt seinen Magen durch einen engen Spalt ins Innere der Muschel, und verdaut diese auf geschickte Weise – in ihrem zuhause sozusagen.

Trennt das widrige Schicksal dem armen Stern den Arm ab, so wächst recht bald ein Neuer heran -gleich so, als wäre nichts gewesen.

In der Zeit der Fortpflanzung besteht der Stern aus nichts anderem als Eiern.
Die hervorstechenden Symptome betreffen folgende Bereiche:
Leichtes Erröten, pulsierender, berstender Kopfschmerz
Starke sexuelle Anspannung, amouröse Gedanken, ohne Erfüllung.
Häufig eingeschlafene Arme.
Schlecht verheilende blutende Narben.
Bösartige Tumoren

Asterias rubens (Mezger, J.: Gesichtete Arzneimittellehre, Haug 1961, Heidelberg)

Herkunft des Mittels

Der Seestern (Asterias rubens, Fam. Klasse der Asterioideae) ist an den Ufern der Nordsee häufig anzutreffen. Die von HIPPOKRATES angeführte Art ist wahrscheinlich der im Mittelmeer gewöhnliche Seestern.
Diese Art wurde gegen schmerzhafte Uterusleiden genannt und später auch gegen Uteruskarzinom erwähnt. Gegen Epilepsie kam er im Altertum ebenfalls zur Verwendung.

Arzneimittelprüfung

Eine AMP wurde von PETROZ an 7 Personen (4 Männer und 3 Frauen) durchgeführt. über die verwendeten Dosen und die Dauer seiner Prüfung ist nichts bekannt.
Der Verfasser (Mezger) prüfte 1936 mit 30 Personen (16 Männer und 14 Frauen). Keiner der Prüfer kannte den Prüfstoff. Der Verfasser stellte selbst die Ursubstanz her und zwar in zwei Verfahren. Beim ersten Verfahren wurde das frische Tier, beim zweiten Verfahren das luftgetrocknete Tier verwendet. Beide Präparate wirkten gleich. Die Dauer der Prüfung lag zwischen 2 und 3 Monaten. Es wurden die Potenzen D 6 bis D 1, in einem Fall D 30 geprüft.

Literatur

ALLEN Enzyclopedia of Pure Materia Medica, Vol. I, 602 bis 607, New York/Philadelphia 1875.
LEESER Lehrbuch der Hom., Bd. C. Tierstoffe, 39-40, Ulm 1961, Karl F. Haug Verlag.
Lehrbuch der Homöopathie, Bd. A Mineralische Arzneistoffe, 812, Ulm 1968, Karl F. Haug Verlag.
MEZGER,J.:Eine Arzneimittelprüfung mit Asterias rubens,AHZ 1976/4, 134-138 und AHZ 1977/3, 114.
PETROZ Provings, Journ. de la Soc Gall. 1(1851), 225.

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