Calcium fluoratum

Calcium fluoratum · Calc-f.

Flußspat
Calcarea fluorica, Calziumfluorid, Calcium fluoratum, Caf2

Prüfungen

Bell (1874): N. E. Med. Gaz., V.9, p.300.
Hering: A.H.Z., V.97, pp. 70,78.
Murch: Am. Hom. Obs., V.I p. 123
Smith: Med. Adv.,V.31,p. 13
Mezger (1953): ebd V.I, p.350.

Substanz

Der Mineralische Flußspat kommt bevorzugt in (ehemaligen) Flußbetten vor.
Das blaßgläserne durchsichtige, gelegentlich gelb oder bräunlich schimmernde kristalline Mineral hat den Härtegrad 4. Großtechnisch wird er als Flußmittel in der Metallurgie verwendet und als Ausgangsprodukt für die Herstellung von Flußsäure (stärkste mineralische Säure, ätzt Glas) und anderen Fluorverbindungen.

Toxikologie und Medizin

In China wird Flußspat als Beruhigungsnmittel bei nervösen und ängstlichen Menschen eingesetzt (Scholten, Minerale). In der westlichen Welt hatte es bislang keine toxikologische Bedeutung oder medizinische Tradition.
Calcarea fluorata ist in der Reihe der Schüsslerschen Salze das Knochen- und Gewebemittel mit seiner besonderen Beziehung zu Knochen, Bindegewebe, Zähnen, sowie zur Schilddrüse.
Biologisch ersetzt Fluor im Bindegewebe Phosphat und vermindert als CaFl die Elastizität bei zunehmender Härte des Gewebes (Knochen, Zähne).

Homöopathische Thesen und ausgewählte Rubriken

Hauptwirkungsrichtung ist die Bildung steinharter Geschwulste an Knochen, Drüsen, speziell auch nach Verletzungen oder Operationen. Eiterungen und Verhärtungen. Knochenhautentzündungen. Kariöse Zähne, mangelnder Schmelz.
Angst vor Verarmung, Verlust materieller Sicherheit. Depressive Gedanken um die eigene (materielle) Zukunft und den sozialen Status (Sholten).
In Calcium fluoricum verbinden sich thematisch Verlangen nach struktureller Sicherheit (Calcium) und Destruktion eigentlich stabiler Strukturen (Fluor).
Extremitäten; KARIES der Knochen
Gemüt; FURCHT; Armut, vor
Gemüt; GEIZ
Gemüt; SCHWERMUT, Depression, Traurigkeit
Gemüt; TRÄUME; erfolglose Anstrengungen; verschiedene Dinge zu tun
Gemüt; WAHNIDEEN; Not; geraten, glaubt, er wird in
Kopf; EXOSTOSEN
Zähne; KARIES, hohle Zähne, Zahnfäule; vorzeitig bei Kindern
Zähne; ZAHNSCHMELZ mangelhaft
Äußerer Hals; VERHÄRTUNG der Drüsen

Calciumverbindungen in der Homöopathie

calc., calc-acet., calc-ar., calc-br., calc-cal., zirc., calc-chln., calc-f., calc-hp., calc-i., calc-l., calc-l-n., calc-l-p., calc-m., calc-n., calc-o-t., calc-ox., calc-p., calc-pic., calc-s., calc-sil., calc-st-sula., calcul-b., calcul-r., conch., hep., lap-a., sanic., slag

Fluorverbindungen in der Homöopathie:

am-f., ant-f., arg-f., aur-f., bar-f., cadm-f., calc-f., cob-f., cupr-f., tere-l., fl-ac., erythr., hekla., kali-f., lap-a., mag-f., merc-f., nat-f., nat-sil-f., nicc-f., pall-f., plat-f., plb-f., tant-f., thal-f., thal-m., pip-u.

Lit.:

verschiedene Internetquellen
Kent Repertorium, deutsche Version, MacRepertory
Mezger: Gesichtete Homöopthische Arzneimittellehre, Haug, Ulm 1961

Provings.infoInformationen zur Systematik
und Arzneimittelprüfungen
Provings.infoInformationen zum ArzneimittelCalcium-fluoricum

Calcium-fluoricum-II

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