Carbo animalis

Carbo animalis · Carb-an.

Kohle, Thierkohle

Hahnemanns Reine Arzneimittellehre Band VI S.161

Um die Thierkohle zu bereiten, legt man ein Stück dickes Rindsleder zwischen glühende Kohlen, läßt es so weit verbrennen, bis das letzte Flämmchen eben vollends verschwunden ist und bringt dann das glühende Stück schnell zwischen zwei steinerne Platten, damit es sogleich verlösche, sonst glimmt es an freier Luft fort und zerstört seine Kohle größtentheils. Ein Gran davon wird mit 100 Gran Milchzucker in der porcellanenen Reibeschale eine Stunde lange (jede 10 Minuten auf 6 Minuten Reiben und 4 Minuten Aufscharren  eingetheilt) gerieben, von dem Produkte ein Gran wieder mit 100 Granen frischem Milchzucker auf gleiche Art gerieben und von dem so entstandenen Pulver endlich nochmals ein Gran mit 100 Granen frischem Milchzucker auf gleiche Weise eine Stunde lang gerieben, damit eine millionfache potenzirte Verdünnung der Thierkohle entstehe.)

So viele Aehnlichkeit auch die Thierkohle mit der Holzkohle in ihrer Wirkung auf das menschliche Befinden zeigen mag, so finden sich doch auch so viel Abweichungen von den Aeußerungen der letzern bei ihr, und so viele besondre Symptome, daß ich, was ich davon beobachten konnte, hier beizufügen, für nützlich hielt.

(…)

Labor Gudjons

Carbo animalis wurde wie bei Hahnemann beschrieben hergestellt. Die größte Schwierigkeit dabei bestand im Auftreiben eines Leders, das nach damaligen Methoden gegerbt sein sollte.

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Carbo-animalis-II

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