Hekla lava

Hekla lava · Hecla

Die Ausgangssubstanz der homöopathischen Arznei Hekla lava wird in Mezgers „Gesichtete Homöopathische Arzneimittellehre“ als Lava von dem bekannten Vulkan Islands beschrieben. Bei Clarke steht dagegen „The finer ash from Mount Hecla, falling in distant localities“, also „die feinere Asche, die in Entfernung vom Eruptionsort niedergeht“, alle weiteren Erwähnungen gehen auf den Bericht des Londoner Arztes J. J. Garth Wilkinson zurück, den dieser in einem Brief folgenden Inhalts an Wm. H. Holcombe in New Orleans gab:

„Seine bekannten pathologischen Effekte bei Schafen in der Nachbarschaft der Hekla sind immense Exostosen der Kiefer – als pathologische Folge der Aufnahme von Hekla Lava Asche. Eine weitere Vergiftungserscheinung ist das Versiegen der Milch bei Schafen und Kühen. Die feinere Asche, die in weiterer Entfernung der Hekla fiel, war besonders gefährlich, während die grobkörnige Asche in der Nähe des Berges ungiftig war. 


In den Därmen verendeter Kühe fand man verhärtete Ascheklumpen. Die Mägen waren mit einer pechschwarzen Schicht überzogen, die braun gefleckt und schwer abwaschbar war. Die Zähne wiesen eine glänzende metallische Kruste auf. Einige junge Pferde verendeten an Geschwülsten der Kieferknochen, die so groß waren, daß sie zu einer Dislokation geführt hatten. Die geschlachteten Schafe zeigten eine bläuliche Verfärbung im Inneren und brüchige Eingeweide. In vielen Fällen fand man in den Bronchien Würmer, 5 – 7,5 cm lang, mit blaßgrauen Körpern und braunen Köpfen, wenig dicker als ein Pferdehaar. Bei Schafen war das Knochen- und Zahnsystem stark betroffen. Die Knochen des Kopfes und besonders der Kiefer zeigten Schwellungen und hatten brüchigen Charakter, beim Kochen zerfielen sie in Stücke. Die Knochen der Schenkel und besonders der Schienbeine (chinbones?) waren geschwollen und beulig gewölbt. Teilweise waren die Kieferknochen von ausgedehnten Aufschwellungen bedeckt, die aus einem lockeren Gewebe bestanden und dunkler als der Knochen selbst aussahen. Man konnten sie vom Knochen trennen, ohne denselben zu verletzen. In ganz schweren Fällen fand man unter den Schwellungen ein Loch im Knochen, das bis ins Knochenmark reichte. Diese Einzelheiten stammen aus einem dänischen Bericht über die Ausbrüche der Hekla und ihre Folgen für die Natur, Mensch, Tier und Pflanzen. 


Professor Morris, University College in London, gibt als Analysenbestandteile Verbindungen von Silicium, Aluminium, Kalk, Magnesium und Eisenoxid an. Manchmal sind Anorthit und andere Minerale enthalten. 


Die Symptome dieser unvollständigen Pathogenese deuten klar auf Krankheiten der Knochen und Zähne hin.

Ich habe selbst die Lava bei Zahnschmerzen und Kieferschwellungen verwendet, in mehreren Fällen mit wunderbarem Erfolg; ebenso bei Zahnfleisch-Abszeß an faulen Zähnen und mit offensichtlich gutem Ergebnis bei schwierigem Zahnen.“

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