Lycopodium clavatum

Lycopodium clavatum · Lyc.

Lycopodium clavatum

Hahnemann CK IV S. 69

„Lycopodii pollen, Bärlapp – Staub.

Dieses gilbliche, glatt anzufühlende, staubähnliche Pulver (Stiebe-, oder Streu- Pulver, oder Hexen-Mehl genannt) wird in Russlands Wäldern und in Finland aus den Kolben-Aehren des Bärlapp-Kolbenmooses (Lycopodium clavatum), nach Dörren und Ausklopfen der Kolben desselben, zu Ende des Sommers gewonnen.

Ausser dass es, in eine Lichtflamme gestreut, ein Blitzfeuer erzeugt, diente es bisher zum Bestreuen leicht an einander klebender Pillen und faltiger, wunder Stellen des Körpers, um das schmerzhafte aneinander Reiben derselben zu verhindern. Es schwimmt auf den Flüssigkeiten, ohne sich darin aufzulösen, ist ohne Geschmack und Geruch und in gewöhnlich rohen Zustande fast ohne arzneiliche Wirkung auf das menschliche Befinden, wenigstens ist das von den Alten davon Erzählte von den Neuen nicht bestätigt, vielmehr bezweifelt worden.

Wenn aber dieser Bärlapp-Staub auf  die Art, wie die homöopathische Kunst die rohen Naturstoffe aufschliesst, nach obiger Anleitung zur Bereitung der antipsorischen Arzeneien, behandelt wird, so entsteht eine wundervoll kräftige Arznei in ihren dreissig verschiedenen Dynamisationsgraden.“

 

Herkunft des Mittels

„Lycopodium wissenschaftliche Bezeichnung der Familie derBärlappkräuter.
Im Volksmund auch Hexenkraut, Drudenkraut, Teufelsklaue genannt.
Fossile Funde aus dem Devon (ca. 405 – 350 Mio Jahre v. Chr.) belegen, daß die Bärlappkräuter zu dieser Zeit etwa Baumgröße hatten. Bärlapp ist mit etwa 400 Unterarten heute weltweit verbreitet und steht in Europa unter Naturschutz.
In den Sporenkapseln des Bärlapps befindet sich ein feiner, gelber Sporenstaub, der im Volksmund auch Hexenmehl, oder Blitzpulver genannt wird.“

aus:
http://www.mikuttasfx.de/Lycopod.htm

„Lycopodium clavatum, der Bärlapp, Keulen- oder Kolbenbärlapp (Fam. nat. Lycopodiaceae), auch als Schlangenmoos bezeichnet, wächst auf allen 5 Kontinenten in Wäldern. Verwendet werden die reifen Sporen, die infolge ihrer Kleinheit sich sehr schwer verreiben lassen. Jedoch ist die arzneiliche Aufschließung von der sorgfältig durchgeführten Verreibung abhängig.

Die Tinktur wird aus den zerriebenen Sporen … hergestellt…“

Mezger: Gesichtete Homööpathische Arzneimittellehre, Haug, Ulm 1961

Pyrotechnik:

Heute wird Bärlapp im großtechnischen Stil vorwiegend in China und Nepal angebaut.

Für die Pyrotechnik ist das dort gewonnene Sporenmehl am interessantesten, da durch den hohen Gehalt an ätherischen Ölen und die reine Qualität ein hervoragendes Abbrandverhalten erzielt wird. …

Bärlappsporenmehl wurde aufgrund seiner feinen Konsistenz und seiner geringen physikalischen Dichte (ca 0,4 gr./ccm) vorwiegend als Gleit- und Trennmittel eingesetzt. Aber auch bei der Erkundung von Fließgewässern wurde Lycopodium auf die Wasseroberfläche gestreut. Selbst als Wundpuder fand es Verwendung. … In der Feuerwerkerei spielte Lycopodium immer eine untergeordnete Rolle. Durch den Wandel der Pyrotechnik, weg von der reinen Feuerwerkerei hin zu den Spezial Effekten gewann hier Lycopodium eine neue Bedeutung. Lycopodium wird vorwiegend für die Darstellung von Feuerbällen, Flammensäulen und Stichflammen benötigt. …. Im Vergleich zur beim Abbrand freigesetzten Energie und Temperatur ist das Flammenbild fast nicht zu übertreffen. … Lycopodium, das in der Luft verwirbelt wird, benötigt eine sehr geringe Zündenergie (Glühfaden, Funken oder kleine Flamme) und entwickelt beim Abbrand verhältnismäßig wenig Rauch. Der Einsatz des Lycopodium ist denkbar einfach, so muß Bärlappsporenmehl lediglich aufgewirbelt werden um mit dem Luftsauerstoff ein brennbares Gemisch zu erzeugen. Zum Verwirbeln kann man sich einfachster Hilfsmittel bedienen. … Auch zum Feuerspucken eignet sich Lycopodium. Wenngleich ernste Bedenken gegen das Feuerspucken bestehen, ist Lycopodium doch anderen Produkten z.B. Mineralölerzeugnissen vorzuziehen. … 


Zitat aus:
http://www.mikuttasfx.de/Lycopod.htm

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