Sulfur

Sulfur · Sulph.

sublimierter Schwefel

Hahnemann „Die chronischen Krankheiten“, Band V, S. 323
(Hahnemanns Reine Arzneimittellehre Band IV, S. 275)

„Sulphur, Schwefel“

„Der Stangen-Schwefel wird … nochmals aus einem Kolben in den Helm übergetrieben, bei gelindem Feuer, in feinspiessiger Gestalt, als Schwefelblumen (flores sulphuris) und dann durch Schütteln mit Weingeist abgewaschen zur Entfernung der etwa anhängenden Säure.“ 


Alchemie

In der Alchemie ist der Schwefel der Geist, das „nicht brennbare Feuer“, das männliche, feurige Prinzip; Trockenheit; Härte, Vereinigung; genaues und theoretisches Wissen. Der Schwefel „fixiert“ das flüchtige Quecksilber, braucht aber die Wechselwirkung zwischen den beiden zeugenden Kräften, da er selbst unfruchtbar bleibt, bis er vom Quecksilber zum lebendigen Verständnis gelöst und dadurch frei wird von seinen Beschränkungen. Schwefel und Quecksilber sind die beiden fundamentalen Zeugungskräfte des Universums, die dadurch, daß sie aufeinander einwirken, flüchtig werden, sich also in Geist verwandeln.

aus: J.C.Cooper: Illustriertes Lexikon der traditionellen Symbole, Drei Lilien Verlag, Leipzig

Von der grossen Heimlichkeit der Welt und ihrer Artzney
SULPHUR Vulgare.

Ich bin ein lauter brennend Feuer /
Komm auß Bergen ungeheuer /
Metall thu ich gar gantz zerstören /
Ihr Gschlecht kann ich mit mir ernehren.
So ich bereitet werde sein /
Thu ich was in der Medicin /
Wer gsetzt hat aber feinen Sinn /
Zu hoffen auff Metall Gewinn /
Der mag in andern suchen ichts /
Bey mir wird funden hierzu nichts.
Allein wer etwas will gradirn /
Der kann auß mir auch etwas führn.

Aus Basilius Valentinus: Chymische Schriften, Hamburg Anno MDCLXXVII.

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